Annes Kunst auf Seide beeindruckt Petra und mich zutiefst. Heute haben wir von Anne dieses wunderbare Bild geschenkt bekommen, das Annes Schaffenskunst für uns auf eine ganz besondere Art verkörpert. Das Bild basiert auf einem Motiv, das wir zuerst auf einem Seidentuch gesehen haben, und hängt nun in unserem Wohnzimmer, wo es seine prachtvolle Ausstrahlung am besten verbreiten kann.
Liebe Anne, wir danken Dir von ganzem Herzen dafür!
Andreas und Petra
Erst bei der Premiere im Freiburger E-Werk sehe ich meine Arbeit im Ganzen. Auch die Geschichte des Stücks kenne ich nur in Teilen. Ich bin also gespannt, wie alles zusammenwirkt. Und bin begeistert.
“Das ewige Lied” erzählt die Liebesgeschichte der afrikanischen Mariam und des deutschen Anton. Ein dreistündiges, kurzweiliges und farbenprächtiges Spektakel mit Schauspiel, Live-Musik und Tanz, einer Vielfalt an Hautfarben und kulturellen Einflüssen. Eine Geschichte, so alt wie die Welt.
Im Oktober kommt das Stück nach Offenburg in den Salmen.
“Das ewige Lied” ist der Titel eines Theaterstücks, welches die Ausschreibung der Landesstiftung Baden-Württemberg zum Literatursommer 2008 “Literanto – Kulturen begegnen sich” gewonnen hat. Der Autor Samuel Wilsi bittet mich, für sein Stück ein besonderes Bühnenbild anzufertigen. Kein starres Bild im Hintergrund, sondern bewegte Bilder aus Seide sollen es werden. Meine technische Ausrüstung für solch ein Unterfangen ist mehr als dürftig. Nur mit Hilfe all meiner Kunstbücher kann ich die drei bis vier Meter langen Seidenbahnen Stück für Stück auf den Rahmen spannen. Und nun erschließt sich mir auch endlich, warum Kunstbücher immer so schwer sein müssen!
Insgesamt benötige ich 32 Quadratmeter Seide, dazu ein paar Meter anderen Stoffes, der die Aufhängung auf zwei Drahtseilen ermöglicht, die quer über die Bühne gespannt werden. Neun einzelne “Schals” entstehen, die sowohl einzeln als auch in Gruppen verschiedene Bühnenbilder ergeben. Ein weiteres Tuch wird im direkten Spiel eingesetzt. Da das Stück in Afrika, Deutschland und auf den Wegen dazwischen spielt, müssen Motive und Farben eine klare Zuordnung ermöglichen. Daher trenne ich die Farben strikt in Gelb- und Brauntöne für Afrika und Blau- und Grüntöne für Deutschland. Einzige Ausnahme sind die hell erleuchteten Fenster in der deutschen Häuserfront – Einladung zum “Dahinter-Schauen” und Verbindung der beiden Welten zugleich. Der Fluss, dessen Geschichten die Hauptdarstellerin zu ihrer Reise veranlassen, begleitet sie in seinen verschiedenen Darstellungen durch das ganze Stück.
Aus meinem Schöpfungskalender “Das Leben entfalte sich” zum Monat Dezember.
Am siebten Tage ruhte Gott in sich, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte. Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig. Das ist die Entstehungsgeschichte von Himmel und Erde, als sie erschaffen wurden.
Aus meinem Schöpfungskalender “Das Leben entfalte sich” zum Monat November.
Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Gott schuf also den Menschen als sein Abbild, als Mann und Frau schuf er sie. Zärtlich und liebevoll schuf er Mann und Frau und blies ihnen sein göttliches Leben ein. Er nannte sie bei ihren Namen und hieß sie auf der Erde willkommen. Gott segnete Mann und Frau und sprach: Feiert euer Menschsein und euer Miteinander. Seid lebendig, schöpft aus dem Leben selbst. Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Am Ende des Tages ruhte Gott.