Das ewige Lied, Making of

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„Das ewige Lied“ ist der Titel eines Theaterstücks, welches die Ausschreibung der Landesstiftung Baden-Württemberg zum Literatursommer 2008 „Literanto – Kulturen begegnen sich“ gewonnen hat. Der Autor Samuel Wilsi bittet mich, für sein Stück ein besonderes Bühnenbild anzufertigen. Kein starres Bild im Hintergrund, sondern bewegte Bilder aus Seide sollen es werden. Meine technische Ausrüstung für solch ein Unterfangen ist mehr als dürftig. Nur mit Hilfe all meiner Kunstbücher kann ich die drei bis vier Meter langen Seidenbahnen Stück für Stück auf den Rahmen spannen. Und nun erschließt sich mir auch endlich, warum Kunstbücher immer so schwer sein müssen!

Kulissen aus Seide
Kulissen aus Seide

Insgesamt benötige ich 32 Quadratmeter Seide, dazu ein paar Meter anderen Stoffes, der die Aufhängung auf zwei Drahtseilen ermöglicht, die quer über die Bühne gespannt werden. Neun einzelne „Schals“ entstehen, die sowohl einzeln als auch in Gruppen verschiedene Bühnenbilder ergeben. Ein weiteres Tuch wird im direkten Spiel eingesetzt. Da das Stück in Afrika, Deutschland und auf den Wegen dazwischen spielt, müssen Motive und Farben eine klare Zuordnung ermöglichen. Daher trenne ich die Farben strikt in Gelb- und Brauntöne für Afrika und Blau- und Grüntöne für Deutschland. Einzige Ausnahme sind die hell erleuchteten Fenster in der deutschen Häuserfront – Einladung zum „Dahinter-Schauen“ und Verbindung der beiden Welten zugleich. Der Fluss, dessen Geschichten die Hauptdarstellerin zu ihrer Reise veranlassen, begleitet sie in seinen verschiedenen Darstellungen durch das ganze Stück.

Kulissen aus Seide
Kulissen aus Seide

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