Glaube, Liebe, Hoffnung

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Während mir für die Gestaltung einer Hochzeitskerze der ausgewählte Trauspruch die wichtigste Grundlage ist, ist es für die Brautpaare oft ebenso wichtig, dass bestimmte Orte im Motiv dargestellt sind. Weil sie sich dort im Urlaub kennengelernt haben, weil der Antrag unterm Gipfelkreuz eines bestimmten Berges gemacht wurde oder weil sie mit der Kirche, in der sie heiraten werden, besonders verbunden sind.

Glaube, Liebe Hoffnung
Glaube, Liebe Hoffnung

Fast immer ist es möglich, diese Wünsche zu berücksichtigen und mit christlichen Symbolen zu einem Motiv zu verbinden. Bei allen verständlichen Wünschen nach bestimmten Details zu Kleidung, Frisur und Hintergrund, darf aber der Sinn der Traukerze nicht verloren geht. Die Traukerze wird an der Osterkerze entzündet, die das Licht Christi symbolisiert. Es ist eine Segensgeste für das Brautpaar und die Traukerze ist sehr viel mehr und etwas ganz anderes, als einfach ein Dekoelement.

Glaube, Liebe Hoffnung
Glaube, Liebe Hoffnung
Glaube, Liebe Hoffnung
Glaube, Liebe Hoffnung
Glaube, Liebe Hoffnung

Pfingstpredigt zur Jahreslosung 2019

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Antependium zur Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach.
Psalm 34,15

Pfingstpredigt am 9. Juni 2019 von Pfarrerin Annette Waffenschmidt zur Jahreslosung 2019:

Liebe Gemeinde,

suche Frieden und jage ihm nach! (Psalm 34,15) So heißt unsere Jahreslosung. Sie sehen dazu hier vorne am Altar ein Antependium – einen Altarbehang. Die Künstlerin Anne Fischer, die schon zwei Mal in unserer Gemeinde war, um mit uns Kerzen zu gestalten, hat es angefertigt. Ihre Gedanken zu unserer Jahreslosung hat sie in Bilder übersetzt und auf Seide gemalt. Die Taube – die Blätter – das Herz – eine Frau. Das sind die Symbole, aus denen sich das Bild zusammen setzt – Symbole, Bilder des Friedens, die sich überraschend gut verknüpfen mit den Bildern, die uns die Bibel vom Pfingstfest vor Augen malt.

Schmückt das Fest mit Maien – mit diesem Lied hat uns der Chor auf unseren heutigen Pfingstgottesdienst eingestimmt – und das haben wir getan: unsere Kirche mit Maien, mit dem Frühlingsgrün, mit Blumen und Birken geschmückt. Grün – Grünkraft wie Hildegard von Bingen sagt – tut unseren Augen und unserer Seele gut, lässt uns frisch und fröhlich werden. Grün – das ist die Farbe der Blätter und die Hintergrundfarbe auf dem Antependium. Weiterlesen →

Monsterquilt

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Manchmal möchte ich liebgewordene Menschen in eine große Decke einhüllen. Sie damit vor dem schützen, was von außen auf sie einstürmt. Von innen sollte die Decke warm und kuschelig sein. So richtig zum Einmummeln und Wohlfühlen. Außen sollten ein paar Superhelden oder Monster Wache halten, für Schutz sorgen und alles abwehren, was gerade zu viel ist.

Monsterquilt
Monsterquilt
Monsterquilt

Mit dieser Idee im Kopf habe ich zu Weihnachten einen Monsterquilt für meinen Neffen gestaltet. Eine ganze Reihe kleiner und großer Monster bevölkern die Decke. Die großen haben einen Druckknopf im Kopf, an den verschiedene Augen angeknöpft werden können. Eines der Monster hat einen Reißverschluss als Mund, dort können die Augen aufbewahrt werden. Oder das Monster dient als Sorgenfresserchen. Wenn die Augen etwas Bestimmtes zu sehen bekommen sollen, kann man die auch mal in der Hosentasche mit in die Schule nehmen. Und das Gesehene dann später den versammelten Monstern und den Eltern erzählen.

Wander-Antependium

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Wander-Antependium 2018

Nachdem das Projekt im Jahr 2014 bereits auf großes Interesse gestoßen war, gibt es auch für 2018 wieder ein Wander-Antependium. Dieser Altarbehang zur Gestaltung der neuen Jahreslosung darf und soll durch das ganze Jahr hindurch ausgeliehen und bepredigt werden und soll Gottesdienste, Gemeindeabende und Konfirmandengespräche bereichern. Zusätzlich kann auch ein Kanzel-, bzw. Pultbehang mit dem gleichen Motiv ausgeliehen werden.

Taufkerzengeschichten

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Im Verlauf der Jahre habe ich eine Vielzahl von verschiedenen Taufkerzen gestaltet. Zu vielen der Kerzen gibt es eine kleine oder große Geschichte. Oft entsteht das Motiv auf Basis des ausgewählten Taufspruchs. Dieser soll das Kind begleiten und fasst Hoffnungen und Wünsche für den Täufling in einem biblischen Wort zusammen. Manchmal bezieht sich das Motiv auf den Namen und so werden ein Joshua-Baum oder der Bischof Nikolaus Teil der Gestaltung.

Taufkerzengeschichten
Taufkerzengeschichten
Taufkerzengeschichten
Taufkerzengeschichten
Taufkerzengeschichten
Taufkerzengeschichten
Taufkerzengeschichten
Taufkerzengeschichten

Manchmal braucht es eine Verbindung zwischen Geschwisterkerzen oder eine Erinnerung an ein verstorbenes Geschwisterkind. Oder Herkunft und Geschichte der Eltern, bzw. Familie finden Eingang in das Motiv. Wie bei den Kerzen der Geschwister Anna Aileen und Roísín, mit einer irischen Mutter und einem griechisch-orthodoxen Vater. Die Kerzen sind so besonders und individuell, wie auch die Familien und die Taufkinder selbst sind.

Ausstellung mit der Künstlergruppe Eidos

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Auf Einladung des Herbolzheimer Künstlers Walter Sekinger durfte ich an der jährlichen Ausstellung der Künstlergruppe Eidos in Kippenheim teilnehmen. Die Gruppe wurde vor 40 Jahren mit dem Ziel gegründet, Kunst von der Malerei über Zeichnung bis hin zu Keramik auch zum ländlichen Publikum zu bringen. Mittlerweile zieht die Ausstellung viele Kunstinteressierte an.

Ausstellung mit der Künstlergruppe Eidos
Ausstellung mit der Künstlergruppe Eidos

Neben Landschafts- und Naturbildern in Öl, Acryl oder als Bleistiftzeichnung, Buchmalerei, Portraits und abstrakten Werken gab es auch Töpfereien und Skulpturen aus Altmetall zu sehen. Auch die Schülergruppen von Walter Sekinger waren mit ihren Arbeiten vertreten, sodass ich zum ersten Mal gemeinsam mit meiner Mutter ausgestellt habe. Einige Besucher rätselten über meine Bilder, denn dass so fein und detailliert auf Seide gearbeitet wird, ist doch eher ungewöhnlich. Ich war mit Bildern der Jahreslosungen der vergangenen Jahre, weihnachtlichen Arbeiten, meiner Schöfpungsgeschichte und verschiedenen Kerzen vertreten.

Jahreslosung 2018

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Jahreslosung 2018

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben
von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

Eine blaue Jahreslosung! Es geht um Wasser, lebendiges Wasser. Selbst der Hintergrund ist tiefblau. Ein Strahl Wasser fließt von rechts oben herab in die zur Schale geformten Hände. Links daneben ein Gesicht, ein Mensch, der von dem Wasser trinkt. Es läuft direkt in seinen oder ihren Mund. Das Wasser fließt über, es ist zu viel für einen, läuft über den unteren Bildrand hinaus. In der Mitte erwächst ein Baum. Nicht aus den Händen, aus dem Wasser selbst. Der Mensch tut nichts zu seinem Aufwachsen dazu. Er streckt sich nach oben und zur Seite aus, trägt blaue Blüten inmitten des üppigen Grüns. Ein Kreis aus Licht ist Teil der Krone. Lebendiges Wasser, hier wächst etwas Neues, Frucht bringendes auf.
Gott spricht. So beginnt die Jahreslosung. Gott spricht zu mir. Der Wasserstrahl ist für mich, er fließt direkt in meine ausgestreckten Hände. Nicht in irgend ein Gefäß aus dem ich schöpfen muss. Ich brauche nur die Hände zu öffnen, sie zu einer Schale formen. Ein Geschenk, in meine Hände gelegt. Umsonst. Nicht vergebens. Kostenlos. Ohne mein Zutun, ohne Vorleistung, ohne, dass ich etwas dafür leisten müsste. Es liegt an mir, es anzunehmen.

Gott will mich beschenken. Mit seinem Wort, seiner Hoffnung, seinem Trost, seiner Liebe. Er selbst tritt in eine ganz persönliche Beziehung mit mir. Der lebendige Gott meint mich. Und ja, ich habe Durst. Durst nach Leben und Liebe, Frieden und Gerechtigkeit. Nach Erfüllung und Freude. Ich sehne mich danach, von Liebe trunken zu sein. Die Anforderungen meines Lebens, die großen und die ganz persönlichen machen mich durstig, lassen mich regelrecht austrocknen zu Zeiten. Vieles muss ich aushalten, ertragen. Das nimmt mir oft genug die Lebenskraft. Und dann dieses Geschenk des lebendigen Wassers, kühl und frisch. Nur die Hände ausstrecken und trinken. So viel ich brauche. Und es ist überreich vorhanden von dem Wasser, es sammelt sich am unteren Bildrand zu einem Strom, der zu beiden Seiten davon fließt.

Aus diesem Wasser erwächst etwas Neues, Frucht bringendes. Egal, ob es getrunken wird, oder nicht. Daher wurzelt der Baum in dem Wasserstrahl, noch bevor dieser die Hände erreicht. Ein Baum, der blüht und Frucht bringt, der nicht nur zum Himmel aufwächst, sondern auch Äste zur Seite hervorbringt. Die Baumsymbolik ist umfassend. Verwurzelt sein, Wachstum, Blüte, Frucht bringen, Verbindung zum Himmlischen, Veränderung, immer wieder Neu werden, Leben spendend. Dies und mehr vereint sich darin.

Teil des Baumes ist eine Lichtkugel. Licht als Wegweiser, als lebensnotwendiges Element, gerade wie das Wasser. Als Zeichen für das Licht Christi in meinem Leben. Auch das Kreuz findet sich in der Gestaltung des Baumes. Fast so, als würde da einer mit offenen Armen stehen und mich einladen, zu ihm zu kommen und in seinem Licht, seinem Schatten zu ruhen.

Was kann aufwachsen in meinem Leben und Frucht bringen durch das Geschenk des lebendigen Wassers. Was verändert sich für mich, wenn ich davon trinke. Wird dann alles gut? Wie kann mein Durst gestillt werden durch Gottes Zusagen und Zeichen. Und wie stärkt es mich auf den Wegen, die im neuen Jahr vor mir liegen.

Lebendige Steine – Paramente für die Cyriaksruine Camburg

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Bei meinem ersten Besuch in Camburg/Thüringen zeigte mir Pfarrer Michael Greßler alle seine Kirchen und die wundervolle Landschaft ringsherum. Und auch die Cyriakskirche, eine Ruine mitten im Wald. Den Altarstein haben sie gefunden und wieder aufgerichtet. Schon einmal hatte Pastorin Beate Stutter ein Antependium (Altarbehang) aus meiner Werkstatt zum Gottesdienst dorthin mitgebracht. Regelmäßig finden hier Feste und Gottesdienste statt. Der Wunsch von Pfarrer Michael Greßler an mich damals war: »Mach uns was Schönes für diesen Altar, mit Steinen, Grün und Rot, Licht und einem Kreuz!« Und so habe ich nachgespürt und gezeichnet und probiert.

Lebendige Steine
Lebendige Steine

Im Zentrum das Kreuz. Nicht mächtig und erschlagend. Warm, einladend. Jesus, zu dir kann ich so kommen wie ich bin. Darf alles vor dir ablegen, was mir auf dem Herzen liegt. Dein Licht verwandelt mich. Ich male und schneide und nähe die Bitte um Segen in meine Arbeit. Dass das Antependium zum fröhlichen Ruhepunkt am Altar werden kann. Dass es Mut weckt und jedem Einzelnen sagt: Gott will dich mit all deinen Farben, mit deinem Licht und deinem Schatten, als lebendigen Stein.

Fast ein Jahr dauerte es, bis die Gemeinde das fertige Antependium einweihen konnte. Es ist aus bemalter Seide gearbeitet. Diese habe ich in Stücke geschnitten und wieder zusammen genäht. Pfarrer Michael Greßler hat eine wundervolle Predigt dazu gehalten. Einführung des Antependiums war 2015 am sogenannten Israelsonntag (10. Sonntag nach Trinitatis). Der Gottesdienst war gleichzeitig auch der Beginn der Kurrendechorfahrt. So finden sich auch alle drei Themen in der Predigt.

Zum Sommergottesdienst 2016 konnte ich auch die beiden passenden Stolen übergeben. Auf dem Foto tragen sie Pfarrer Jörg Humboldt und Pfarrer Roland Herrig.

Lebendige Steine
Lebendige Steine

Das Antependium wird auch zu anderen Anlässen als den Gottesdiensten in der Cyriaksruine genutzt, was mich sehr freut. So habe ich schon Fotos vom Erntedankgottesdienst oder Hochzeit und Taufe mit dem Antependium und passender Stola gesehen.

»Kerz und anderes mit Herz«

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»Kerz und anderes mit Herz«

Wann immer sich die Gelegenheit bietet, gebe ich Kerzen mit kleinen Beschädigungen an Seelsorger und Seelsorgerinnen meines Vertrauens weiter, die die Kerzen dann an einen Menschen verschenken dürfen, der gerade besonders ein Licht in seinem Leben braucht. Manchmal verschicke und verschenke ich nicht nur Kerzen. Diesmal ist es ein Tischband, das ich vor einiger Zeit zu einem anderen Anlass gefertigt habe. Nachdem sich das Seelsorgeteam der Kinderklinik Hannover eine Dekoration für den Tauftisch gewünscht hat, geht dieses Tischband nun an die dortige Kinderintensivstation.