Verabschiedung von Monika Wirthle

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Wander-Antependium in der Kapelle der Josefsklinik

Zwölf Jahre diente Pfarrerin Monika Wirthle als Seelsorgerin im Klinikum Offenburg-Gengenbach und in der Offenburger Josefsklinik. Nun wird sie Offenburg verlassen und eine neue Stelle in Bremen am dortigen St.-Josefs-Stift antreten. Kollegen, Mitarbeiter, Freunde und Weggefährten feierten mit ihr zusammen einen bewegenden Gottesdienst, in dem sie auch entpflichtet wurde. Zu diesem Anlass hatte sie sich gewünscht, dass ich den Altar in der Kapelle der Josefsklinik mit dem Wander-Antependium gestalte. Auch die Osterkerze mit dem passenden Motiv (der Jahreslosung 2014 aus Psalm 73,28) hatte ich dazu aus dem Klinikum mitgebracht.

Stets den Himmel im Herzen

Persönlich kennengelernt hatten wir uns vor etwa acht Jahren, als sie mich wegen Kerzen für die Notfalltaufen im Krankenhaus ansprach. Über die Jahre wuchs eine sehr herzliche und intensive Freundschaft daraus. Vor zwei Jahren begleitete sie mich über viele Monate hinweg auf dem Weg zu meiner eigenen Taufe und bereitete mir als meine Taufpfarrerin einen wunderbaren bewegenden Gottesdienst. Auch wenn in Zukunft leider viele Kilometer das gemeinsame Gassigehen erschweren werden, wird uns diese Erfahrung und die vielen Gespräche sicher immer herzlich verbinden.

Fürchte dich nicht, ich helfe dir

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Taufe der kleinen Apfelschwester
Taufe der kleinen Apfelschwester

Ein ganz besonderer Gottesdienst mit einer ganz besonderen Taufe fand heute in der Evangelischen Stadtkirche Offenburg statt. Seit heute darf ich nun ganz offiziell die kleine Apfelfreundin als Patin durch ihr Leben begleiten. Zu diesem Anlass habe ich nicht nur den Kranz für den Taufstein gebunden, sondern auch die Kerze gestaltet und ein neues Tauf-Antependium gefertigt.

Taufe der kleinen Apfelschwester
Taufe der kleinen Apfelschwester

Liebes Apfelkind, deine Eltern haben mich gefragt, ob ich deine Patin sein möchte. Es berührt und bewegt mich sehr, dass ich dadurch in besonderer Weise am Wunder deines Lebens teilhaben darf. Deine Taufe heute war ein schönes Fest. Ich habe viel an dich gedacht, während ich den Schmuck für den Altar und den Taufstein gefertigt habe. Und an den besonderen Taufspruch, den dir deine Eltern mitgeben. Am Taufstein habe ich ein wenig geweint vor Rührung, denn es ist noch nicht sehr lange her, dass ich selbst an diesem Ort getauft wurde. In Gedanken bin ich stets bei dir und bitte Gott um seinen Segen für dich. Ich hoffe, dass wir gemeinsam in dein Leben hineinwachsen können. Dass wir viel gemeinsam lachen können und dass ich auch dann dein Vertrauen habe, wenn dir eher zum Weinen zumute ist. Alles Liebe, deine Patin.

Wander-Antependium in Lahr

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Wander-Antependium in Lahr

Nach einem Jahr Wanderschaft ist das Antependium zur Jahreslosung 2014 am Altjahresabend in der Christuskirche in meinem Heimatstädtchen Lahr. Pfarrer Kieren Jäschke feiert zum Ausklang des Jahres noch einmal den Gottesdienst zum Thema »Ich aber- Gott nahe zu sein ist mein Glück«.

Liebe Gemeinde, seit 1970 wird jedes Jahr eine Losung, ein Leitvers, vom Arbeitskreis ökumenischen Bibellesens ausgesucht. »Gott nahe zu sein ist mein Glück.« Für das vergangene Jahr ist es dieses Wort aus dem Psalm 73 gewesen. Mir ist dieser Spruch immer wieder im Laufe des Jahres begegnet. Zunächst war er mir fremd. Glück – was ist, was beinhaltet das? Jeder kennt es, beschreiben lässt es sich oft schwer. Glück hat eben »viele Farben«. Das wird auch im wunderschön gestalteten Antependium von Anne Fischer deutlich, mit dem wir heute Gottesdienst feiern können. Es finden sich kräftige Farben darin. Manches Glück ist wie klares Blau. Für mich drückt sich darin Zufriedenheit und Frieden aus. Glück kann aber auch wie kräftiges Rot sein, emotional und aufregend. Manches Glück ist stiller und ruhiger wie ein bescheidenes Grün. Oder hell, gelb und freundlich. Aber manchmal liegt das Glück auch in einer dunklen Farbe verborgen. Auch in manchen dunklen Tagen findet sich manchmal etwas von dem, was man Glück nennt. Ja, Glück hat viele Farben. Und für Sie stehen diese Farben vielleicht auch für etwas ganz anderes. Glück ist eben etwas ganz persönliches! Was mich glücklich macht, das macht jemand anderen noch lange nicht glücklich! […] Aber wie kann dann die Frau auf dem Antependium von Frau Fischer der Lichtquelle so nahe kommen, die Wärme so genießen? Warum sind die Farben nicht grell und blendend? Ich glaube, der Grund liegt in dem Kreuz, das das Bild trägt und durchzieht. Das für mich im Zentrum das alles bestimmende Element des Bildes ist. Gott ist nicht nur heilig, gerecht und absolut gut, blendend helle Farbe, sondern das Kreuz verändert den Farbton! Es zeigt Gottes Liebe, die er uns am Kreuz bewiesen hat indem er für unsere Fehler, für unsere Schuld starb. Das Kreuz trägt diese Frau im Bild! Das Kreuz stellt sie und uns ins Licht. Aus ihm heraus strahlt warmes Licht. Helle Menschenfreundlichkeit. Das Kreuz ist zu Recht Fundament christlichen Glaubens, es ist Zeichen der Liebe Gottes zu uns. Das Licht, das aus ihm strahlt, besteht aus vielen warmen Farben. An ihm kann man sich wärmen. Das Kreuz trägt für mich die Wärme ins Bild, das Kreuz macht die Gegenwart Gottes angenehm, denn das Kreuz nimmt unsere Dunkelheit hinweg, das Kreuz zeigt uns, wie sehr Gott uns nah sein möchte. Und wie wir ihm nahe sein können. Liebe Gemeinde, dieses offene Geheimnis des christlichen Glaubens kommt für mich wunderbar in diesem Antependium zum Ausdruck. Und dort, wo wir es erkennen oder erspüren, da können wir in die Jahreslosung einstimmen: Gott nahe zu sein, das ist mein Glück!

Auszüge aus der Predigt zum Altjahresabend 
von Pfarrer Kieren Jäschke am 31. Dezember 2014 
in der Evangelischen Christusgemeinde Lahr

Wander-Antependium in Lahr

Mittendrin statt nur dabei

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Mittendrin statt nur dabei

Da mir die Arbeit der Krankenhausseelsorge sehr am Herzen liegt, freue ich mich ganz besonders, dass das Wander-Antependium nun einige Zeit in der Kapelle des Offenburger Klinikums sein wird. Ich hatte geplant, heute einmal ganz still und leise am Mittagsgebet teilzunehmen, um das Antependium dort sehen zu können. Da ich mich nicht angemeldet hatte, war der für das Mittagsgebet zuständige Seelsorger Andreas Pfeffer überrascht, mich zu sehen. Sehr freudig überrascht, denn gerade heute wollte er etwas zur Jahreslosung und der Gestaltung des Antependiums erzählen. Großzügigerweise überließ er das dann sehr spontan mir. So war ich also im Krankenhaus-TV und mittendrin in der Andacht, statt nur dabei!

Den letzten Gottesdienst in diesem Jahr wird das Wander-Antependium dann am Altjahresabend in der Christusgemeinde in meiner Heimatstadt Lahr mit Pfarrer Kieren Jäschke feiern.

Verwurzelt wie ein Baum

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Zur Hochzeit meines Bruders hatte ich ein Antependium zum Thema »Wie ein Baum am Wasser gepflanzt« gestaltet. Dieses Antependium bedeutet mir sehr viel und so freut es mich besonders, dass Pfarrerin Klaudia Riedel damit in Langenwetzendorf (Thüringen) einen wunderschönen Familiengottesdienst mit Tauferinnerung gefeiert hat.

Wie ein Baum

Der Baum, ein Bild, ein Vor-Bild für mein Leben? Worin mache ich mich fest? Was hält mich im Leben? Wer und was gibt mir die Kraft zu wachsen? Und: wer oder was bremst mich in meinem Wachstum? Wie ein Baum bekomme ich meine Kraft von Gott. Ja, ich bin wie so ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken. Von einer unendlich großen Kraft, von Gott bekomme ich meine Kraft. Und wir können seine Kraft spüren, wenn wir zu ihm beten. Wenn wir um seinen Segen bitten, um die Weisungen Gottes. Ich weiß mich getragen und gestützt durch seine Liebe. Er hat mich in der Taufe als sein Kind angenommen. Die Taufe ist so eine Oase, aus der wir unsere Kraft holen können. Darum wollen wir uns heute an sie erinnern. Mit Wasser aus dem Taufschale hier könnt Ihr Euch segnen lassen.

Auszüge aus der Predigt
zum Gottesdienst am 6. Juli 2014
von Pfarrerin Klaudia Riedel

Wander-Antependium in Kirchheim Teck

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Inzwischen hat das Wander-Antependium einiges an Abenteuern bestanden. Auf dem Weg von Berlin nach Ansbach ist es kurzerhand verschollen. Tage später wieder aufgetaucht und zwar 40 km vor dem Zielort. So weit so gut, dann aber ist es einfach wieder zurück nach Berlin. Ins Paketzentrum Rüdersdorf. Und dort waren »Betriebsferien« (ehrlich, stand in der Sendungsverfolgung), sodass es wieder einige Tage nicht auffindbar war. Bis jemand drauf kam, dass das Paket ja eigentlich nach Ansbach sollte. Schließlich ist es dort dann auch angekommen. Allerdings eben zwei Wochen später. So konnte es leider Pfarrer Rainer Grimm nicht mehr wie vorgesehen nutzen, obwohl wir uns beide sehr darauf gefreut hatten. St. Bartholomäus ist nämlich eine der Gemeinden, die dieses Jahr auch die Osterkerze mit dem Motiv der Jahreslosung aus meinem Atelier hat. Vielleicht klappt es aber später im Jahr noch.

Wander-Antependium in Kirchheim Teck
Wander-Antependium in Kirchheim Teck

Die letzten Wochen war das Wander-Antependium in Kirchheim Teck. Erst in der Christuskirche bei Pfarrer Christoph Schweikle und anschließend bei Pfarrer Gerrit-Willem Oberman in der Auferstehungskirche. Auch die Auferstehungskirche hat die Osterkerze mit dem Motiv der Jahreslosung aus meinem Atelier und so freue ich mich ganz besonders über das entstandene Foto vom Altarraum.

Liebe Frau Fischer, anbei das Foto von unserem Altar mit dem Antependium. Die Gemeinde hat das Antependium sehr begrüßt, besonders in Verbindung mit dem Ostertuch hat es sehr gut gewirkt. Mit herzlichem Dank für Ihre wirklich bereichernde Leihgabe und besten Grüßen
Christoph Schweikle

Pfingst-Antependium

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Pfingst-Antependium

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
Apostelgeschichte 2,1-4
Einheitsübersetzung

Wander-Antependium in Offenburg und Berlin

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Wander-Antependium in Offenburg
Wander-Antependium in Berlin

Dekanin Jutta Wellhöner war auf das Wander-Antependium aufmerksam geworden und hatte es für zwei Wochen für die Matthäusgemeinde in Offenburg-Weier ausgeliehen. Für mich besonders schön, da ich so auch einmal selbst einen Gottesdienst mit meinem Antependium mitfeiern konnte. Am heutigen Sonntag hat nun Pfarrerin Christina-Maria Bammel den Gottesdienst in der Gemeinde am Weinberg in Berlin mit dem Wander-Antependium gestaltet.

Pultbehang für Friedrichroda

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Pultbehang für Friedrichroda
Pultbehang für Friedrichroda
Pultbehang für Friedrichroda

Unterhaltsam sind die Telefonate mit Pastor Joachim Rohrlack allemal. Gebürtig aus Würzburg, dient er derzeit an der Christuskirche in Friedrichroda, Thüringen. Seine Begeisterung ist ansteckend, ein »Wort zum Tag« oder eine Kurzpredigt gibt es gerne auch dazu und so macht es mir besondere Freude, für die Gemeinde einen Pultbehang mit meiner Gestaltung der Jahreslosung zu fertigen. Anlass ist die Aufzeichnung und Übertragung des ERF-Fernsehgottesdienstes aus der Christuskirche am 6. April 2014.

Wander-Antependium in Greiz

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Wander-Antependium in Greiz

Anfang März war das Wander-Antependium noch einmal in Thüringen unterwegs. In Naitschau und Langenwetzendorf (Kirche und Gemeindesaal) bei Pfarrerin Klaudia Riedel und in der Stadtkirche St. Marien und dem Bonhoeffer-Haus in Greiz bei Pfarrer Michael Riedel.

Wander-Antependium in Greiz
Wander-Antependium in Greiz
Wander-Antependium in Greiz
Wander-Antependium in Greiz

Liebe Gemeinde,

richten Sie ihren Blick hier vorn auf das Parament. Dort ist eine Frau abgebildet, mit erhobenen Händen. Sie ist im Hintergrund umgeben von kräftigen, hellwarmen Farben. Diese Farben symbolisieren Gott und seine guten lebensförderlichen Kräfte.

Doch die Frau weist mit ihrem Körper in die andere Richtung, weg von Gott. Vielleicht steht sie gerade in irgendeiner Ferne und fühlt sich verloren. Doch sie steht nicht untätig da. Ihre Augen sehen für mich geschlossen aus, so als würde sie in sich hinein schauen. Vielleicht sieht sie in sich den Schmerz über ihre unerfüllten Wünsche, vielleicht spürt sie die Schuld über ihre falschen Wege, oder sie durchlebt die Trauer über die Ferne und Einsamkeit in ihrem Leben.
Doch sie hebt die Hände. Sie scheint trotz ihrer Ferne Gott im Rücken zu spüren. Sie scheint zu bemerken, dass auch in ihrer Versuchung, in der Ferne ihres Lebens, Gott ihr nahe ist. Sie lässt zu, dass die lebensspendenden Kräfte Gottes in ihren Rücken strömen.

Noch hat sie nicht die Kraft, den Kopf ein Stück zu drehen oder sich umzuwenden, damit sie ganz in das Licht Gottes eintauchen kann und von ihm erfüllt wird. Noch steht sie einfach da, noch braucht es Zeit, bevor sie den nächsten Schritt gehen kann. Dennoch sie steht bereits in Gottes Licht. Auch in ihre Versuchung hinein erreicht es sie, hält sie und gibt ihr Kraft. Es spielt keine Rolle, ob sie sich gleich umdrehen kann oder noch etwas Zeit braucht. Gott ist ihr nahe und seine Nähe ist stärker als ihre Ferne. Sie wird nicht in der Ferne bleiben, sondern den Weg zurück ins Leben, zurück zu Gott finden.

Ich aber – Gott nahe zu sein ist mein Glück.

Und nun machen Sie den Spruch für sich wahr. Sprechen sie innerlich ‚Ich aber’ und stellen sich an die Stelle der Frau.
Auch in unserer Ferne im Leben, in unserer Schuld werden wir von Gott erreicht und umhüllt. Auch in unseren Versuchungen stehen uns Gottes lebensspendende Kräfte zur Verfügung. Wir brauchen nur innezuhalten, uns auf uns selbst besinnen und Gottes Kräfte wirken zu lassen. Dann werden auch wir von seiner Kraft im Rücken gestärkt und werden wieder eintauchen können in sein Leben. Dann werden auch wir bekennen können. Ich aber – Gott nahe zu sein, das ist mein Glück. Dann werden wir aus den Versuchungen herauskommen und ihnen widerstehen können.

Dann werden wir erfahren, was es heißt, dass Gott uns durch das Wort der Wahrheit ins Leben gerufen hat als seine geliebten Geschöpfe.

Amen.

Auszug aus der Predigt zu Invokavit
von Pfarrer Michael Riedel am 9. März 2014
in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Greiz